Unterwegs mit Stadtforscher Peter Moser (Teil I)
Shownotes
Peter Moser kennt den 15. Bezirk seit 40 Jahren: Als Stadtforscher, Architekt und Bewohner von Rudolfsheim-Fünfhaus. Im Spaziergang mit Anja Stegmaier erzählt der 80-Jährige, wie sich der Bezirk verändert hat, was das Leben für ihn hier ausmacht, und warum der Sparkassa-Platz so faszinierend ist.
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00:00:10: Hallo, ich bin Anja.
00:00:25: Ich bin Journalistin und wohne im Fünfzehnten.
00:00:28: Für L-Fünfzig treffe ich mich mit den verschiedensten Leuten in Bezirk und wir gehen ein Stück zusammen.
00:00:34: Hier wählen die Gäste die Orte aus und die Themen über die sie sprechen wollen egal ob Politiker, Unternehmerinnen, Schüler oder Künstlerinnen.
00:00:43: Gemeinsam erkunden wir das Leben – die Politik und die Menschen in Rudolfsheim V Haus.
00:00:49: Dieses Mal drehen wir eine Runde
00:00:51: mit Peter
00:00:51: und starten am Sparkasserplatz.
00:00:54: Peter kam in den neunzehnten Sechzigerjahren nach Wien um Architektur zu studieren und wohnt seit mehr als vierzig Jahren
00:01:01: im fünfzehnem Bezirk.
00:01:02: Er war auch Stadtforscher Und deshalb ist seine persönliche Geschichte wohl auch immer mit der Entwicklung
00:01:08: seiner Umgebung
00:01:09: verbunden.
00:01:10: Also wer sich für die Geschichte des Fünftin interessiert, verbunden mit ein paar persönlichen Anekdoten – der ist hier heute ganz richtig!
00:01:23: Erstens hat der Fünffzente in seiner jetzigen Grenzziehung auch lange nicht so gewesen.
00:01:31: das ist relativ jung und er hat auch eine ganze in seinen einzelnen Bezirksteilen ganz, ganz unterschiedliche Gesichter.
00:01:43: Es ist sechs Haus und fünf Haus da her unten wo wir jetzt stehen am Sparkhäuserplatz.
00:01:51: Ist ganz anders als oberhalb der Westbahn-Trasse, oberhaupt der Felberstraße oder ganz andere Besiedlungsgeschichte war.
00:02:00: Wir haben keine solchen Rotskerne gehabt keinen Windfluss der für sechs Haus
00:02:07: schon wichtig war.
00:02:09: Und du hast gesagt?
00:02:10: Zum Studium sucht man günstige Wohnraum und das hatte ich quasi herverschlagen.
00:02:14: Aber gibt es außerdem noch einen Grund, warum du doch den fünften Treu geblieben bist?
00:02:20: Ich muss ehrlich sagen, während des Studiums war die Leichtbarkeit eine große Rolle.
00:02:31: Die zweite Rolle hat gespielt bei der Nähe zur Technischen Universität, weil ich dort studiert habe.
00:02:38: Da ist der Fünfzehnte weit weg!
00:02:40: Darum hatte ich sehr viele Untermitzimmer bei den klassischen Hofrautswittern, zum Teil auch im ersten Bezirk.
00:02:48: Ich habe etliche Gäste in dem Erstenbezirk gewonnen aber das waren halt günstig und es war immer schon die Ökonomie dahinter Und die Westbahn hat mir irgendwie so fast wie eine Nabelschnur zu meinem wo ich hergekommen bin.
00:03:12: Wo kommst du denn her ursprünglich?
00:03:15: Aus der Umgebung von Innsbruck.
00:03:17: Okay, doch so weit im Westen!
00:03:20: Also quasi der Westbahnhof, die Verbindung...
00:03:23: Ja es hat auch eine Rolle gespielt und später nach dem Studium waren ... also die Arbeitsplätze waren fast nie in den Fünfzehnten.
00:03:34: Für meinen Beruf, den ich damals erlernt hatte, da hab' ich nie im Fünftzehnte gearbeitet.
00:03:40: Das hat sich erst später ergeben, nach Ende des Studiums.
00:03:46: Darum haben wir gedacht ist auch der Sparkasserplatz schon eine überdurchschnittlich vertraute Location hier weil erstens war wie der Name sagt dieser Umbau von der damaligen Zentralsparkasse mit diesen Kreisrunden.
00:04:09: Es war auch vom Gesteu, der Architekten schon eine Besonderheit und war auffallend.
00:04:16: Dass die halb im Souterrain eine Bank auffallen, aber bescheiden und eher durch architektonische Feinheit hervorstechend als durch Prozundpunkt und Machtrepräsentation.
00:04:33: Das hat man sehr gut gefallen.
00:04:35: und dann viel später in den.
00:04:43: Wir hatten dann schon einen Forschungsinstitut und mussten in einem neuen Standort suchen, weil wir den alten uns nicht mehr leisten konnten.
00:04:52: Und hier haben wir in diesem Haus versucht, wie das gebaut worden ist.
00:04:57: Das war ganz neu damals.
00:04:58: So ein neunziger Jahrebaue?
00:04:59: Ja ja!
00:05:00: Da hat man versucht... War das eine Option interessant damals auch noch immer dass nach unserer Vorstellung.
00:05:09: Also vom Standort her, mir wäre das sehr recht gewesen weil ich in dem Häuserblock gewohnt habe also es war auch wär zum ersten mal gewesen dass die Arbeitsstätte sehr nahe bei der Wohnung wäre ist nicht dazu gekommen aus glaube ich aus dem irrationalen Grund dass eben der fünften Bezirk nicht das Image hatte was wir uns vorgestellt haben, das unsere Auftrag geben.
00:05:41: Nämlich die Stadt Wien, die Republik Österreich der Europäische Kommission.
00:05:45: und wenn man dann im Fünfzehnten da war so ein bisschen ein mulmiges Gefühl
00:05:51: dabei.
00:05:51: Also in den Neunzigern noch über den Fifzehn gesagt, da war ja auch noch die Prostitution
00:05:56: auf der Straße oben?
00:05:58: Die war total präsent.
00:06:00: Das war die Marielfer Straße Nachts oder abends, wenn ich heimgeradelt bin.
00:06:05: Ich habe es schon oben gewohnt, aber hier auch.
00:06:09: Das ist immer am Strich.
00:06:12: Aber fast in allen Städten sind Bahnhofs-Einzugsbereiche die zeigen, das sind halt sechs Lokale und es ist einfach so.
00:06:22: Und es war auch bezüglich politisch über viele Jahre ein Thema sehr kontroversiell geführt.
00:06:33: Bis hinaus auf die Felberstraße war das vor wenigen Jahren noch ein Strich gegen.
00:06:42: Oder dort wo sich die Marie-Hilfer-Straße teilt, in die Marie Hilferstraße vor dem Technischen Museum und linkser Straße hinterm Technischen museum kann er mir noch gut erinnern worden in den Autos, die dort geparkt haben.
00:06:54: Die rosa roten Sonne am Schirme
00:06:56: heraus an der Nacht im Abend.
00:07:00: Kannst du dich erinnern was hier ist?
00:07:01: ja auch das Lokal Eduards?
00:07:03: Das ist ja eigentlich auch außerhalb des Fünfzehnten bekannt also selbst wenn jemand den fünfzehnt nicht so gut kennt aber hier kommen doch öfter mal welche her.
00:07:12: Was war da vorher?
00:07:13: War da immer Kaffeehaus?
00:07:14: kannst du dich Erinnern?
00:07:15: Da kann ich mich sehr gut erinnerN dass es war auch ein Grund warum wir gelacht habe.
00:07:19: treffen wir uns hier weil Der Vorläufer vom Das Eduard war der Eberhardter.
00:07:29: Hier hatte er auch diesen wunderschönen und schanige Atmen gehabt, und war wirklich ein klassisches Wiener Vorurtebeisler-Gasthaus.
00:07:40: Ist ja auch eine prominente Lage.
00:07:43: Es war etwas, wo ich ganz gemischte Gefühle hatte zu dem, weil einerseits als Zugraster Da und doch Student habe ich hier, aber das Hauptgasthaus Publikum war anders.
00:08:02: Hier haben sich – es waren wahrscheinlich jeden Freitag, Nachmittag einen internationalen Flair verpasst der Eberhardter.
00:08:12: Ein Pfeiffer-Clock Tee unterstand so eine One-Man Band mit einer Hemmendorge.
00:08:18: Es war ganz köstlich und stand wahnsinnig viel!
00:08:23: Pensionistinnen und Pensionisten und haben dort geschwellen.
00:08:25: Der hat da den ganzen Schlager also von herunter dekliniert, das war eine Stimmung.
00:08:33: Das ist einfach einmalig!
00:08:34: Und das war ganz ganz anders, hat sicher keinen überbezirklichen oder übers Gretzel hinausgehenden Einzugsbereich gehabt.
00:08:44: Während des Eduards, es ist ja eigentlich der Nachfolger vom Boulder Quell übernommen, nachdem das Eberhard dazu gesperrt hatte und jahrelang zu war.
00:08:58: Das gibt es nicht.
00:08:59: Und Leerstand?
00:08:59: Und Leerstand.
00:09:00: Und dann hat er das übernommene, nach dem man sich oben am Rheindorf von Kirchenplatz doch relativ gut die Nachfolge vom Poldi-Quell übernimmt
00:09:10: hat.
00:09:10: D.h.,
00:09:10: dieser große Kastanienbaum, der auch so besonders ist hier am Platz, der steht seit du
00:09:17: dich zurück erinnern kannst... Der Baum ist da!
00:09:19: Ja ja, der ist viel älter.
00:09:22: Plattane.
00:09:22: Ah, Plattanen
00:09:23: in diesen Rundenbügeln?
00:09:25: Genau.
00:09:26: Das sind drei Plattanen hier.
00:09:28: Der Platz war natürlich nicht dieses grüne in der Mitte gehabt, dieser Kreisverkehr war anders schon besser weil das weiß ich noch ist die Straßenbahn
00:09:38: durchgefahren.
00:09:40: Da war die Linie Acht und ist da durchgegangen.
00:09:45: Ich dachte es ist auf der Sechshauser gefahren auch eigentlich.
00:09:48: Die ist
00:09:48: eine Zeit lang auf der Sexhauser Aber wurde dann später am Gürtel weitergeführt und erst querte den Außengürteln dann weiter so bergab, herunter von der Sechshausenstraße weiter Richtung Wingfluss.
00:10:06: Und hat da erst bei der Ullmannstrasse erst reingekommen.
00:10:11: Das
00:10:11: heißt man konnte von der Bundendorfer Strasse hier Ullmanstrasser Rauchfangkehrergasse ist das?
00:10:16: Oder
00:10:16: hier
00:10:16: vorgegangen Da geht es weiter bis zum Windfluss.
00:10:23: Damals war nicht die Längenfeldgasse der wechselnde Umsteigknoten mit der Stadtbahn, sondern Meidlinger Hauptstraße.
00:10:33: Und diese Sparkassen sind zentrale?
00:10:38: Nein, die Zentralsparkassen
00:10:40: gibt's
00:10:40: ja heute nicht mehr.
00:10:42: ... unikreditiert und die Italiener das aufgekauft
00:10:46: haben.
00:10:46: Ich hab's kühl, es
00:10:47: steht leer
00:10:47: dieses Ladenlokal
00:10:48: oder weiß ich nicht mehr was.
00:10:50: Ja ja, ich weiß nicht kann mich gar nicht mehr erinnern... Also es war zum Teil eben auch zeitlang auch meine Filiale, ich hatte damals einen im letzten Studienjahr einen Studentenkredit aufgenommen weil ich unbedingt meinen Studium abschließen wollte und das wäre mit gleichzeitigem Arbeiten, den ich das jahrelang vorher gemacht habe, wäre das nicht mehr gelungen?
00:11:13: weil ich einfach irrsinnig viel Wochenarbeitszeit ins Unterhalt verdienen und investieren musste.
00:11:21: Und die Zeit hatte damals einen Studentenkredit aufgelegt, angeboten mit einem Jahr Tilgungsfreiheit.
00:11:31: Da war hier eben meine, quasi ja, die Filiale für mein Konto
00:11:38: zuständig war.
00:11:41: Gut, wollen wir mal zur nächsten
00:11:42: Station?
00:11:43: Ja!
00:11:45: Das Interessante wirklich auch zum Untersuch vom nördlichen Gezirkstein, also nördrisch der Felderstraße.
00:11:52: Nördlich der Westbahn-Klasse ist, dass da her unten sehr viel Wasser gebundenes Gewerbe war.
00:12:00: Also die den Wienfluss
00:12:02: gebraucht haben.
00:12:04: Zum Beispiel?
00:12:05: Alle diese Textilsachen und Stoffförbereien, Wäschereien, dem Allwasser gebrauchen.
00:12:12: Und das da herunten hat eine ganz andere aufgrund dieser lokalen Ökonomien, bevor die Vororten entstanden sind.
00:12:24: Es war entscheidend für die Entstehung dieser Vororte überhaupt.
00:12:27: diese ganz langsame Entwicklung und diese Gewerbe
00:12:32: haben wir auch nicht ewig überlebt, das sieht man ja.
00:12:35: Ist durchaus vergleichbar mit einem Meilen vom sechsten Bezirk also von Maria Hilf ebenfalls am Windfluss?
00:12:44: Die Lornkobende waren die ärmsten Leute von ihnen.
00:12:48: Im Sechsten?
00:12:49: Ja, oder da unten.
00:12:51: Auf der anderen Seite auf der Meidlinger-Seite Detto.
00:12:54: Also das haben eigentlich hier viel mehr Gemeinsames diese Teile beiderseits des Rehnflusses als des Oben.
00:13:02: Das sind fast neue Gründungen wie einen Newtown.
00:13:05: Stimmt!
00:13:06: Wahnsinnig investiert und investiert im Kapital bis ihr Raster führst.
00:13:13: Ja, da kommen wir eh auch gleich zum nächsten Standort eben auch, wo es auch dazu gehört.
00:13:19: Da sieht man hier auf der Stadt auswärts auf der rechten Seite das Exhause ist diese Kirche dieses Blaume.
00:13:25: Da in der Schrägwisser wie gewohnt war das eine... hat man euch gezeigt wie exotisch und ich habe mir immer Fragen aufgeworfen weil Sonntags sind nur afrikanische Familien hergekommen ihre Kinder heraus geputzt also geschniegelt und gewaschen und so.
00:13:46: Toll, ja?
00:13:48: Eben die dedikale Methodistikkirche.
00:13:50: Es war immer ein Schauspiel, wenn man es am Sonntag am Vormittag
00:13:56: miterlebt habe, wenn er jetzt verschlafen hat.
00:13:58: Das heißt das ist schon
00:14:00: über Jahrzehnte so?
00:14:01: Ja, das war auch für die Community.
00:14:04: Und da ist Halbjörn.
00:14:08: Das andere Städte, wo es so ist, das ist ja toll.
00:14:12: Wahnsinn!
00:14:13: Also mit dem verbindet mich, da können Sie keine nostalgische
00:14:18: Erlebnisse.
00:14:19: Wir sind jetzt hier im Innenhof
00:14:20: vom Schoko-Mischee?
00:14:22: Ja genau!
00:14:24: Das war die Süwak, süßwarmen Aktiengesellschaften und das waren Familien als ein Betrieb.
00:14:33: Und der hat die wunderschönsten Plattenschmuck und alle Zuckerfarben, und Schokoladen gemacht.
00:14:45: Und jedes Mal zu Silvester, wo Silveste?
00:14:49: Weil wir uns doch dann irgendwie für Neujahrs fest oder für Silvesteraben, also diese Kleblätter und Schweine und Glücksschweine und so.
00:14:59: Und der hatte die größte Auswahl und ich war halt so weiter gewohnt.
00:15:03: Dann kommt man da rein und er hat immer was gehabt!
00:15:06: Obwohl ich nie Stammkunde war, aber der hat mich jedes Mal wieder erkannt weil ich es jedes mal zur Silvestre zu ihm dahergekommen bin.
00:15:12: Auch wenn ich schon nicht mehr da gewohnt habe.
00:15:15: und dann hat er mir gleichzeitig von seinem Leid geklagt dass er gegen die große Konkurrenz den globalen Schokoladenmarkt fast keine Chance hatte.
00:15:25: Er wollte ja auch schon fast eigentlich vom Dicht machen Und der kannte den alten Chef und seiner Vater, und den jungen
00:15:34: auch.
00:15:34: Das heißt das ist jetzt die dritte
00:15:35: ... Ich glaube, das ist die selbe Familie in der Generation.
00:15:40: Also das
00:15:41: war ... Haben Sie es noch geschafft?
00:15:43: Ja, ja, wir haben es wirklich geschafft.
00:15:45: Das heisst jetzt Schoko Michi.
00:15:47: Aber so damals Süber.
00:15:49: Das stand auch noch aus über das alte alten Lettern Süberg.
00:15:56: Entscheidend für mich war was so ... Flair und Vertrautheit ausgemacht hat, wo ich irgendwo wohnt.
00:16:05: Welche Wirtshäuser sind in der Umgebung?
00:16:07: Ich habe weniger zu Hause gewohnt als immer.
00:16:10: Ich war immer in der Stadt.
00:16:14: Ich bin deswegen vom Land nach Wien gezogen weil ich ein Stadt leben wollte und nicht irgendwelche auch keine dörflichen Ideen in irgendeiner Stadt.
00:16:27: Das ist alles neu.
00:16:28: Da war ein riesiger, über Jahrzehnte eine Baulöcke, womit man hier für mich auch keine ganz wichtige persönliche Beschäftigung.
00:16:42: je belegen um die Gebung, wo ich gelebt habe.
00:16:45: Dass wir irrsinnig viel Baulücken hatte unter anderem auch da weiter statt aus, also in der Sechs-Hauser-Straße.
00:16:52: Noch nach Kriegsbedingungen?
00:16:54: Ja ja zum Teil Bombenschäden.
00:16:58: Und das ist die alte Wohnung,
00:17:01: wo ich gewohnt habe.
00:17:02: Auch da unten im Parthels?
00:17:03: Ja, diese vier Fenster bis in den Hof hinein.
00:17:07: Hinten war ein Tischler drinnen, ein Bau- und Möbeltischler.
00:17:12: Das war sehr praktisch weil immer alles selber gepasst und konnte man die Holzer zuschneiden lassen in der Tischlerei.
00:17:19: Der hat eine große Wohnung in diesem Haus gehabt für uns als Wohnungssuchende Total spannend war, weil man auf Ungemeinschaft
00:17:28: bilden konnte.
00:17:29: Wie viel Wart sind da weggekommen?
00:17:30: Das war eher kleinere Wohnung.
00:17:33: Wir waren dann nur zu dritten und manchmal zu viert.
00:17:36: Dann ging nach hinten raus und das war eigentlich die alte Hausherrnwohnung.
00:17:42: Ich habe vorher noch erwähnt dass es auch viele Baulöcken gab.
00:17:46: Man sieht hier jetzt sehr viele Einspringen so mit Neuerern gebaut.
00:17:50: Das war auch eine, wo wir jetzt hier stehen... Auf der Sexhauserstraße.
00:17:56: Dieses ganze Ding war eine riesige Baulöcke jahrzehntelang schon vorher unbebaut gewesen.
00:18:03: Und jetzt kommt auch ein ganz ein persönliches Anliegen vor, warum die Baulücken, warum?
00:18:08: wer interessiert sich für Baulübken?
00:18:10: Was mir interessiert hat war wie könnte man doch temporär nutzen?
00:18:14: der Druck den dieser Mangel an öffentlichem Raum und freiwarnen Spielplätzen usw.. wurde für mich besonders dann groß, als mein Sohn zur Welt kam.
00:18:31: Und wir konnten nirgendwo hinkriegen und es gab nur den
00:18:33: Aurelsbach-Fark.
00:18:34: Also diese kleinen Spielplätze?
00:18:35: Das
00:18:36: war alles noch kein Team eine Nacht.
00:18:39: Nein, die hat's auch nicht gegeben!
00:18:40: Aber es waren Städten und alle mit riesigen Gewisterplakaten zu.
00:18:50: Wo es Löcher gegeben hat sind die Kinder durch In den Zaun hinein haben das aufgebrochen.
00:18:55: Ja, die älteren halt nicht.
00:18:57: Genau!
00:18:57: Aber die Jüngeren tun sich dann schon schwer und da sind überall Neues, dass man alles baulücken muss.
00:19:02: Da habe ich mich mit anderen zusammen bemüht eine temporäre Nutzung dieser Baulücken zu erwirken.
00:19:16: Mehr hast du nicht gebraucht?
00:19:17: Das geht überhaupt nicht.
00:19:18: Nein, das geht nicht.
00:19:20: Ich hab das nämlich in den Sechziger Jahren während des Studiums.
00:19:25: Ich habe in London abzeitlang gearbeitet und gelebt.
00:19:29: Und
00:19:30: dort hat das total fasziniert!
00:19:33: Die haben wahnsinnig auch Baulöckchen gegeben, wie in jeder Stadt.
00:19:37: Aber die waren Künstlerinnen und Künstlern.
00:19:43: In Wien ist man da auf sowas von taube Ohren gestoßen.
00:19:47: Das war schrecklich... Schon sehr, sehr früh die ersten Erlebnisse dieser bonierten Beherrlichkeit.
00:19:57: Und nämlich auch keine Argumente.
00:19:59: Es gab nur eins, dass die Behörden gesagt haben, wenn wir die einmal da eine lassen, kriegen wir es nie mehr aus.
00:20:09: Vierzig Jahre später in der Ionstraße eine Baulöcke.
00:20:14: Ja das muss man organisieren, dann ist es gegangen.
00:20:17: Dann hat man das mit einem Vertrag, dem Eigentümer, warum das vierzig Jahre vorher nicht gegangen ist?
00:20:22: und bevor ich hier gelebt zu leben begonnen hatte war diese Lücke auch schon.
00:20:27: Das war ja Nachkriegslücke!
00:20:30: Es muss mir vorstellen wenn sie nur ein paar dieser Lücken-Kontrakte mit den Grundeigentümern, die Sozialdemokratie ist ja keine revolutionäre Partei aber sie könnten städtebaulichen Verträge bis Sonst auch Bach mit Investoren.
00:20:45: Ja?
00:20:47: Machen Sie das sonst auch, wenn sie hätten sich das machen können, dass hätte so Generationen von kleinen Kindern einen wohnungsnahen Freiraum gegeben ohne dass sie hätten sie nur müssen ein bisschen engagieren.
00:21:01: Das ist ja auch eine Spezifik um das im künftigsten Bezirk von den Außergürkelbezirken besonders hervorsticht für mir den geringsten Anteil von an Freiraum pro Haushalt.
00:21:16: Da reißt er auch, weil das Wachpark
00:21:18: nicht rauf ist?
00:21:19: Das war dann der einzige.
00:21:26: Dabei sollte man hinübergehen kurz.
00:21:28: Jetzt gehen wir die Anschützgasse raus oder wir können ... damals noch praktizierender und aber immer sehr inflasierte Architekt.
00:21:42: Da sieht man zwei verschiedene Einbauten.
00:21:45: Das eine ist da hinten, wo die Quergasse ist.
00:21:52: Die Weigelgasse war in den Siebzigerjahren internationale Wettbewerbe überwohnend.
00:22:02: morgen und hat der Holzbauer gewonnen und diese Wohnhausanlage hinein gebaut.
00:22:12: Ich finde sie war damals extrem ambitioniert und sehr spannende Sache.
00:22:19: Und hier, das Gegenüber ist etwas später einstanden.
00:22:24: An dem habe ich selber noch mitgezeichnet weil ich war angestellt in einem Architekturbio und es sind doch zwei unterschiedliche Qualitäten.
00:22:34: also der hat immer sehr bewundert weil da waren viele neue damals neue Ideen.
00:22:40: Ui!
00:22:41: Es wird sehr laut.
00:22:44: Das finde ich total schade.
00:22:47: und dort ist jetzt diese Anlage vom Holzbauer hinein gebaut worden und man sieht das lange Zeit bevor Bäume.
00:22:56: Eigentlich so wie wir es jetzt wieder anstreben,
00:22:59: abkühlen
00:23:00: der
00:23:01: Stadt?
00:23:01: Eben!
00:23:02: Und ich finde es schade weil er hat im oberen Teil eine Terrasse einen Platz für die Bewohnerinnen und Bewohner und hat auch kleine Nischen für Geschäfte.
00:23:19: dringend Ich fürchte, ich glaube da ist auch die Stadt Mehn mit ihrer Hausverwaltung.
00:23:25: also Wiener Wohnen heißt das heute.
00:23:29: Einfach Säume gewesen weil sie könnten das viel besser.
00:23:32: Das liegt an der Verwaltung dass das so vernachlässig ist und eigentlich innen tot ist.
00:23:39: Da sind so viele Nischen, die könnten ein lebendiges kleines Zentrum machen machte nicht.
00:23:48: Hier ist die Außenseite auf der Straße Ja.
00:23:52: Es hebt sich schon sehr deutlich von der gründerzeitlichen Verbrauern ab und ist eigentlich für mich so ein historisches moderne Architekturjuwel, wird leider viel zu wenig vom Hauseigentümer oder Stadtwien gepflegt.
00:24:13: Und jetzt kommen wir zu einem nächsten wichtigen Standort meiner Geschichte.
00:24:19: Das ist der Auer-Welsbachpark.
00:24:21: Wir kommen noch zur Winkelmannstraße Und man hört es auch gleich, das ist ja eigentlich eine Verkehrshülle.
00:24:31: Sollen wir da rübergehen oder
00:24:33: oben vielleicht besser?
00:24:33: Immer oben rüber, ja!
00:24:34: Das ist ziemlich schwerlich hier.
00:24:36: Wir können jetzt, wo gerade nichts geht, immerhin rüber.
00:24:43: Hier
00:24:43: endet der erste Teil der Runde mit Peter.
00:24:46: Das nächste Mal gehts weiter und da spart er nicht an Kritik an der Bezirks- und Stadtpolitik.
00:24:52: Hört gerne wieder rein und geht den restlichen Spaziergang mit uns – und wenn du in Zukunft nichts verpassen magst dann schau doch mal auf L-Fünfzig PunktJetzt.
00:25:02: Da kannst du dich für unseren Newsletter anmelden und bekommst dann regelmäßig Interviews, Reportagen, Kommentare und Podcast zu Themen die den Fifzehnten bewegen in dein Postfach.
00:25:13: Bis zum nächsten Mal!
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